Tabletten gegen spröde Fingernägel, Pillen für ein starkes Immunsystem – viele Menschen glauben, dass sie ihrer Gesundheit etwas Gutes tun, wenn sie zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Doch brauchen wir sie wirklich? Oder können Nahrungsmittel sogar schaden? Interessante aktuelle Antworten aus der Wissenschaft dazu finden Sie in diesem Spezial.
Es gibt schwache Hinweise, dass ein Extrakt aus der Pelargonienwurzel bei Atemwegsinfektionen die Krankheitsdauer verkürzen und die Beschwerden lindern könnte. Das Mittel kann aber unerwünschte Wirkungen haben, zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden. weiter...
Bisherige Studien sprechen dafür, dass Kalziumpräparate zur Nahrungsergänzung eine vorbeugende Wirkung gegen Darmpolypen haben könnten. Ob dadurch auch Darmkrebs verhindert wird, ist noch unklar. weiter...
Bestimmte Johanniskraut-Präparate können eine leichte bis mittelschwere Depression kurzfristig lindern. Für schwere Depressionen ist dies nicht nachgewiesen. Johanniskraut-Präparate führen seltener zu unerwünschten Wirkungen als einige andere Antidepressiva. Es kann jedoch zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. weiter...
Probiotika – dazu gehören vor allem bestimmte Milchsäurebakterien – können die Dauer eines Durchfalls um etwa einen Tag verkürzen. Bei Menschen mit einer ausgeprägten Schwäche des Immunsystems können sie in seltenen Fällen selbst zu schweren Infektionen führen. weiter...
Die tägliche vorbeugende Einnahme von Vitamin C bietet für die meisten Menschen keinen Schutz vor Erkältungen, sondern verkürzt lediglich die Dauer der Beschwerden geringfügig. Wenn man erst bei den ersten Symptomen anfängt, Vitamin C einzunehmen, hat das keine Auswirkungen auf die Erkältung. weiter...
Es ist unklar, ob Extrakte aus Sonnenhut (Echinacea) Erkältungen verhindern können. Die Einnahme bestimmter Echinacea-Produkte zu Beginn einer Erkältung kann aber möglicherweise ihre Dauer und Schwere begrenzen. Da die Produkte sehr unterschiedlich sind, ist weitere Forschung notwendig. Unerwünschte Wirkungen sind selten. weiter...
Alternative Therapien zur Linderung von Wehenschmerzen sind bislang nicht sehr gründlich untersucht worden. Hypnose und Akupunktur könnten vielleicht helfen, doch um sicher zu sein, ob diese und andere Verfahren tatsächlich wirksam sind, bedarf es besser angelegter Studien. weiter...
Bei Babys mit einem hohen Allergierisiko könnte präbiotische Säuglingsnahrung die Entwicklung von Hautausschlägen (Ekzemen) verhindern. Die Wirkung der Produkte wurde jedoch noch nicht ausreichend untersucht, um sicher sein zu können. Bisher ist für keine Ersatznahrung nachgewiesen, dass sie besser schützt als das Stillen. weiter...
Niedrig dosierte Ingwerpräparate, die vor einer Operation eingesetzt werden, können Übelkeit und Erbrechen nach dem Eingriff nicht vorbeugen. Dosierungen von mindestens 1 Gramm könnten manchen Menschen helfen; dies ist jedoch noch nicht sicher belegt. Ingwer verursacht wahrscheinlich keine ernsthaften Nebenwirkungen. weiter...
Eine Manipulation der Hals- oder Brustwirbelsäule könnte chronische Nackenschmerzen möglicherweise kurzfristig lindern. Die wissenschaftliche Basis hierfür ist jedoch schwach. Wenn eine Behandlung hilft, hält die Wirkung nach einigen Wochen oder Monaten vielleicht nicht mehr an. weiter...
Kalzium und Vitamin B6 (Pyridoxin) können möglicherweise Stimmungsschwankungen, Brustspannen und andere Beschwerden lindern, mit denen manche Frauen regelmäßig in den Tagen vor ihrer Menstruation zu tun haben. weiter...
Nahrungsergänzungsmittel mit antioxidativer Wirkung sind im Allgemeinen zur Vorbeugung vor Krebs und anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen nicht geeignet. Zu hohe Dosen der Antioxidantien Vitamin A, E und Betakarotin können sogar das Risiko erhöhen, früher zu sterben. weiter...
Die "Hypnotherapie" (Hypnosebehandlung) könnte bei einigen Menschen mit Reizdarmsyndrom die Beschwerden lindern. Allerdings ist unklar, wie vielen Menschen diese Behandlung möglicherweise hilft, und für wie lange. weiter...
Für einige Frauen mit Schwangerschaftsübelkeit kann es sich lohnen, Ingwer oder Akupressur auszuprobieren, auch wenn nicht abschließend geklärt ist, ob diese helfen. Ist die Übelkeit nur mild ausgeprägt, ist es gut, wenn Sie auf die Signale Ihres Körpers achten und beispielsweise auf Lebensmittel verzichten, die die Übelkeit verstärken. weiter...
Eine Frau kann ganz nach eigenem Geschmack entscheiden, ob sie vor der Entbindung ein Bad zur Schmerzlinderung nehmen will. Weder dafür noch dagegen gibt es gute wissenschaftliche Argumente. weiter...
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