Um den eigenen Typ-2-Diabetes in den Griff zu bekommen, ist es erst einmal wichtig, die komplizierte Erkrankung zu verstehen. Wir informieren Sie: Welche Medikamente werden häufig eingesetzt? Welche Wirkungen können sie haben? Welche Rolle können mehr körperliche Bewegung und eine Gewichtsabnahme spielen? Was hilft mir, an die Medikamente zu denken?
Wer Diabetes hat und Insulin benötigt, kann heute zwischen verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten wählen und selbst entscheiden, wie er sie in seinen Alltag einbaut. Wer seinen Körper gut kennt und gelernt hat, die Therapie optimal an seine täglichen Gewohnheiten anzupassen, kann Folgeschäden vermeiden. In unserem Spezial erfahren Sie, wie die Behandlung mit Insulin heute aussehen kann und welche Erfahrungen Menschen damit machen.
Ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) soll messen, wie gut der Körper eine größere Menge Zucker verarbeiten kann, daher auch der Name Glukosebelastungstest. Übersteigt der Blutzucker im Rahmen des Tests bestimmte Werte, kann dies daraufhin deuten, dass der Zucker nicht ausreichend in die Körperzellen aufgenommen wird. Möglicherweise liegt dann ein Diabetes mellitus oder ein Schwangerschaftsdiabetes vor.
Das langwirksame Insulinanalogon Glargin ist seit dem Jahr 2000 eine weitere Option bei der Diabetes-Behandlung. Sicherheitsprüfungen lieferten jedoch widersprüchliche und lückenhafte Ergebnisse. In der bislang größten veröffentlichten Bevölkerungsstudie zu Glargin zeigte sich ein möglicherweise erhöhtes Krebsrisiko unter Glargin im Vergleich zu Humaninsulin. Um sicher zu klären, ob dieser Zusammenhang tatsächlich auf Glargin zurückzuführen ist, bedarf es weiterer Forschung. weiter...
Motivationshilfen wie Gruppensitzungen, Anregungen, zu Fuß zur Arbeit oder zur Schule zu gehen, oder Schrittzähler können Menschen dazu bewegen, 30 bis 60 Minuten pro Woche zusätzlich zu laufen. Wenn sie auf die alltäglichen Bedürfnisse zugeschnitten sind, können solche Methoden helfen, die persönliche Gehzeit zu verlängern. weiter...
Menschen mit einem sehr inaktiven Lebensstil können etwas Gewicht und Körperfett verlieren und ihr Herz-Kreislauf-System stärken, wenn sie mindestens viermal in der Woche insgesamt eine Stunde oder mehr gehen. weiter...
Menschen, die versuchen, mit Diät plus Sport abzunehmen, könnten etwa 30 Prozent mehr an Gewicht verlieren als Menschen, die nur Diät halten. Ein Jahr nach der Gewichtsabnahme hatten zwar alle im Durchschnitt etwa die Hälfte ihres verlorenen Gewichts wieder zugenommen. Diejenigen, die sportlich aktiv waren, wogen jedoch immer noch weniger als die nicht Aktiven. weiter...
In Deutschland sind fünf verschiedene Statine zugelassen, die alle in der Lage sind, Cholesterinwerte im Blut zu senken. Für Patienten ist aber entscheidend, wie gut die Medikamente Herzinfarkten und anderen Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen können. weiter...
Die derzeit vorhandenen Daten reichen nicht aus, um den langfristigen Nutzen und Schaden des inhalativen Insulins verlässlich einzuschätzen. Den meisten Menschen mit Diabetes kann die Inhalation das Spritzen nicht völlig ersparen. Der Hersteller von inhalativem Insulin hat sein Präparat mit Handelsnamen Exubera mittlerweile wieder vom Markt genommen. weiter...
Ob kurzwirksame Insulinanaloga bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes Vorteile gegenüber herkömmlichen Humaninsulinen haben, ist unklar. Zumindest wenn sie über einen kurzen Zeitraum angewendet werden, scheinen alle Insuline ähnlich wirksam zu sein. Die langfristige Sicherheit von Insulinanaloga lässt sich bislang jedoch nicht beurteilen. weiter...
Es gibt keine ausreichenden Langzeitstudien, die zeigen könnten, ob kurzwirksame Insulinanaloga für Menschen mit Typ-2-Diabetes gesundheitliche Vorteile gegenüber Humaninsulin haben. Ebenso wenig sind zurzeit Aussagen über die langfristige Sicherheit der Insulinanaloga möglich. weiter...
Bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass langwirksame Insulinanaloga den langwirksamen Humaninsulinen überlegen sind. Auch fehlen Langzeitstudien, die untersuchen, welche Folgen die Anwendung von Insulinanaloga über viele Jahre hat. weiter...
Es ist nicht belegt, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes, die kein Insulin anwenden, davon profitieren, wenn sie regelmäßig ihren Zucker messen. Ob die Selbstmessung dieser Persongruppe helfen kann, diabetesbedingten Erkrankungen vorzubeugen, weiß man nicht. weiter...
Menschen mit Typ-2-Diabetes können Folgeerkrankungen vorbeugen, wenn sie erhöhte Blutzuckerwerte dauerhaft absenken. Viele Ärztinnen und Ärzte empfehlen sogar, nahezu normale Blutzuckerwerte anzustreben. Studien zeigen jedoch, dass eine solche normnahe Senkung des Blutzuckers im Vergleich mit einer moderateren Senkung sowohl Vor- als auch Nachteile haben kann. weiter...
Es gibt keine Belege dafür, dass langwirksame Insulinanaloga für Menschen mit Typ-2-Diabetes Vorteile gegenüber Humaninsulin haben. Der langfristige Nutzen und Schaden der langwirksamen Insulinanaloga ist nicht ausreichend untersucht. weiter...
Linagliptin (Handelsname Trajenta) ist seit Mitte 2011 für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes mellitus zugelassen, bei denen Ernährungsumstellung und Bewegung einen erhöhten Blutzuckerspiegel nicht ausreichend senken. Es kommt für Personen infrage, die den üblicherweise eingesetzten Wirkstoff Metformin nicht vertragen oder nicht einnehmen sollten. Außerdem kann Linagliptin zusätzlich eingenommen werden, wenn Metformin nicht ausreicht. weiter...
Es gibt bislang keine aussagekräftigen Studien zu der Frage, ob Glinide Diabetes-Komplikationen wie Schäden an den Augen oder Nieren verhindern können. Ob blutzuckersenkende Medikamente aus der Gruppe der Glinide für Menschen mit Typ-2-Diabetes Vorteile gegenüber anderen Mitteln bieten, ist unklar. weiter...
Es gibt keine Belege dafür, dass Glitazone den Komplikationen von Typ-2-Diabetes besser vorbeugen als andere Medikamente. Aufgrund des ungünstigen Nutzen-Schaden-Verhältnisses wurde entschieden, das Glitazon mit dem Wirkstoff Rosiglitazon vom Markt zu nehmen. Auch für den Wirkstoff Pioglitazon gibt es Sicherheitsbedenken, so dass Arzneimittelbehörden vom Gebrauch abraten. weiter...
Bei Typ-2-Diabetes können mit Exenatide in Kombination mit oralen Antidiabetika Blutzucker-Therapieziele ähnlich gut erreicht werden wie mit Insulin. Außerdem kann Exenatide helfen, etwas Körpergewicht zu verlieren. Unerwünschte Wirkungen treten jedoch häufig auf. weiter...
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