Wissen Sie, dass die meisten Atemwegserkrankungen - Schnupfen, Husten, Grippe & Co. - durch Viren verursacht werden? Und dass Antibiotika bei Erkältungen meist nicht helfen, weil sie nur Bakterien bekämpfen? Wenn Antibiotika bei einer Vireninfektion eingesetzt werden, sind sie aber nicht nur nutzlos - sie können auch schaden. Wir informieren Sie darüber, welche unerwünschten Wirkungen auftreten können und wie der falsche Gebrauch von Antibiotika dazu beiträgt, dass Bakterien resistent werden.
Das ganze Jahr über, besonders aber im Herbst und Winter, befinden sich Hunderte von Viren im Umlauf. Die Erreger infizieren die Atemwege oder das Atmungssystem, weshalb sie auch als Atemwegsviren oder "respiratorische Viren" bezeichnet werden. Es gibt eine Reihe guter Möglichkeiten, um Ihr Ansteckungsrisiko und das Ihrer Familie zu senken.
Vor 100 Jahren, im Mai 1910, starb Robert Koch. Er zählt zu den Mitbegründern der modernen Mikrobiologie und erhielt den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung des Tuberkulosebazillus. Doch was sind Mikroben eigentlich genau? Wann nützen und wann schaden sie dem Menschen? Mehr dazu in diesem Spezial.
Bei einem schweren akuten Krankheitsschub helfen Antibiotika, die Symptome zu lindern und das Sterberisiko zu senken. Bei leichten bis mittelschweren COPD-Schüben könnten Antibiotika weniger nützlich sein. weiter...
Bei akuter Nasennebenhöhlenentzündung können Antibiotika meist nicht helfen, weil die Erkrankung in der Regel nicht durch Bakterien, sondern durch Viren verursacht wird. Bei einer schweren Infektion sind Antibiotika jedoch notwendig. weiter...
Eine Mittelohrentzündung klingt mit und ohne Behandlung normalerweise innerhalb weniger Tage von selbst ab. Bei Kindern unter zwei Jahren, deren beide Ohren entzündet sind, können Antibiotika die Heilung jedoch beschleunigen. Sie können auch helfen, wenn aufgrund der Entzündung Flüssigkeit aus den Ohren abgesondert wird. weiter...
Wenn Antibiotika bei einfachen Erkältungen aus ärztlicher Sicht nicht notwendig erscheinen, kann man zunächst ein bis zwei Tage abwarten. Dadurch lassen sich unnötige unerwünschte Wirkungen vermeiden. weiter...
Bei einer unkomplizierten Erkältung sind Antibiotika nicht sinnvoll: Ihr Nutzen ist nicht belegt, sie können aber unerwünschte Wirkungen haben. weiter...
Auf Verdacht eingenommene Antibiotika können Beschwerden durch Halsentzündungen um einen halben bis einen Tag verkürzen. Dafür muss man aber das Risiko von Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Zudem macht der zu häufige Einsatz von Antibiotika Bakterien widerstandsfähiger. weiter...
Bei einer unkomplizierten Blasenentzündung sorgt eine Antibiotika-Therapie über drei oder mehr Tage fast immer dafür, dass die Beschwerden rasch nachlassen. Wer die Medikamente fünf Tage oder länger nimmt, kann auch letzte Reste der Bakterien-Infektion beseitigen. Allerdings werden mit der Dauer der Behandlung auch unerwünschte Wirkungen häufiger. weiter...
Bei mehr als der Hälfte der Menschen mit einer durch Bakterien verursachten Bindehautentzündung klingt die Entzündung auch ohne Behandlung innerhalb von zwei bis fünf Tagen ab. Allerdings beschleunigen antibiotikahaltige Augentropfen oder -salben die Heilung. Diese haben nur selten unerwünschte Wirkungen. weiter...
Antibiotika nach einem offenen Knochenbruch verhindern Infektionen und verbessern die Heilung. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. weiter...
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